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=====Inhalt=====
1 Kurze Beschreibung von Puppy Linux
2 Start des Puppy-Linux von einer CD
3 Installation des Puppy-Betriebssystems
4 Mitgelieferte Programme
5 Verschiedene Ergänzungen
6 Arbeiten mit der Kommandozeile (Konsole)


=====1 Kurze Beschreibung von Puppy Linux=====

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebssystem Betriebssysteme]] werden immer größer, um möglichst viele Anwendungen, schön, sicher und für den Nutzer bequem anzubieten. Obwohl dies auch für Puppy Linux gilt, ist die aktuelle Version (5.3.3 vom 5. Mai 2012) noch immer - im Vergleich zu anderen Betriebssystemen - klein und wird schnell in den [[http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsspeicher Arbeitsspeicher]] eines Rechners geladen. Puppy hat eine [[http://de.wikipedia.org/wiki/Grafische_Benutzeroberfl%C3%A4che grafische Benutzeroberfläche]] (Desktop) und eine [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kommandozeile Konsole]] (Befehlsfenster für Textbefehle), ähnlich denen anderer Linux-Betriebssysteme. Es benötigt (nach Installation auf der Festplatte) jedoch nur 128 MB Arbeitsspeicher und lässt sich daher auch auf älteren, leistungsschwachen Rechnern einsetzen.
Puppy und englischsprachige Hilfen sind kostenlos über das Internet erhältlich. Es gibt eine gute, aber relativ kleine Auswahl an leicht zu installierender Anwendungs-Software, zum Beispiel Browser (Firefox, Opera ...) und Textverarbeitungsprogramme ([[http://www.abisource.com/ Abiword]], OpenOffice, ...). Viele weitere Linux-Programme können mit größerem Aufwand installiert werden. Puppy sieht nur einen Benutzer vor, der das System ohne Einschränkungen verändern kann. Das vereinfacht die Verwaltung des Systems, macht es aber angreifbarer. Das kleine System kann auch ohne Festplatte von einer CD geladen werden und läuft danach, nebst Anwendungs-Software, im Arbeitspeicher (≥ 256 MB) sogar ohne CD.


=====2 Start des Puppy-Linux von einer CD=====

====2.1 CD mit Puppy-Linux herstellen (brennen)====
Im Internet erhält man auf der englischsprachigen Seite der [[http://www.puppylinux.org puppylinux.org]] allgemeine Information über Puppy Linux und Verweise auf Quellen zum Herunterladen (Download) des neuesten Puppy Betriebssystems.
Die Datei mit der englischsprachigen Originalausgabe von Puppy Linux 5.3.3 (herausgegeben am 5. Mai 2012) heißt slacko-5.3.3-4g-SCSI.iso und ist 115.2 MB groß. Um zu prüfen, ob die heruntergeladene Datei unversehrt ist, kann man eine Prüfsumme (Checksum) von ihr errechnen lassen und mit dem Sollwert vergleichen. In einem Linux-Betriebssystem wird die Prüfsumme gebildet, indem in einer [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kommandozeile Kommandozeile]] das Verzeichnis mit der Datei aufgesucht wird und dann der Befehl
##md5sum slacko-5.3.3-4g-SCSI.iso##
eingegeben wird. Der zurückgegebene Wert sollte mit dem Sollwert
##a1d5bbe8c93b121a6a90ad543ad7f1aa##
übereinstimmen. Die Software passt leicht auf eine CD. Man kann sie daher nach dem Herunterladen auf eine CD oder eine DVD brennen. Die so gebrannte CD enthält ein [[http://de.wikipedia.org/wiki/Live-System Live-System]], also ein lauffähiges Betriebssystem, das von der CD aus gestartet werden kann (siehe: ). Außerdem lässt sich das System von der Live-CD aus in verschiedenen Arten installieren (siehe unten).
Es wurde auch eine deutsche Ausgabe hergestellt, siehe
[[http://www.murga-linux.com/puppy/viewtopic.php?search_id=1702719094&t=64184 http://www.murga-linux.com/puppy/viewtopic.php?search_id=1702719094&t=64184]]

====2.2 Puppy-Linux starten====
Nach Einlegen der Live-CD in das entsprechende Laufwerk wird der Computer aus- und wieder eingeschaltet. Wenn der Computer mit dem Auslesen der CD beginnt (von der CD "bootet") erscheint nach einiger Zeit das Puppy die Bedienoberfläche (Desktop) von Puppy. Das Laden des Systems von der CD dauert allerdings länger als ein Systemstart von der Festplatte (hard disk). Falls der Computer nicht Puppy von der CD, sondern das Betriebssystem von der Festplatte bootet, muss das [[http://de.wikipedia.org/wiki/BIOS BIOS]] des Computers umgestellt werden. Anleitungen hierfür findet man gegebenenfalls im Internet (zum Beispiel [[http://drnope.dr.funpic.de/CD-Boot.htm hier]]).

====2.3 Konfiguration von Tastatur, Zeit und Bildschirmauflösung====
Nach dem Laden des Puppy Betriebssystems erscheint ein Fenster mit dem Titel ##Personalize Settings##, in dem man dem Rechner einen beliebigen Namen geben kann (##Hostname##) und die Ländereinstellungen (##country settings##) vornimmt. Als Zeichensatz wird (hinter dem ##A##) ##de Deutsch## gewählt, als Zeitzone (hinter der kleinen Uhr) ##Europa/Berlin## und als Keyboard-Zeichensatz ##de-latin1 (Germany)##, also Deutsch mit Umlauten. Wenn kein Windows Betriebssystem auf dem Rechner verwendet wird, sollte man auch das Kästchen ##Use UTC Hardware Clock## anklicken ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Koordinierte_Weltzeit koordinierte Weltzeit]]). Die Bildschirmauflösung (##Resolution##) wird meistens automatisch richtig erkannt und man muss dann nichts daran ändern. Eine zu hohe Auflösung muss vermieden werden, da sonst der Bildschirm überfordert wird und nichts mehr zeigt (aber nicht kaputt geht). Klicken auf ##OK## bestätigt die Einstel­lungen. Im nächsten Fenster kann man die Ländereinstellung noch einmal ändern, wenn man nicht in Deutschland, sondern in einem anderen Deutsch sprechenden Land wohnt. Das Kästchen ##UTF-8 encoding## bleibt angewählt, wie empfohlen (##recommended##); ##OK##. Im folgenden Fenster kann man prüfen, ob die Tastatur richtig funktioniert; ##OK##. Bei der Frage, ob der X-Server neu gestartet werden soll, antwortet man mit ##Yes## (Ja) und der Bildschirm wird neu aufgebaut. Dann öffnet sich das Fenster ##Simple Network Setup##, mit dem man in einfachen Fällen die Netzwerk- oder Internetverbindung einrichten kann. Besser ist es, das Fenster zu schließen und statt dessen im Desktop auf ##connect## zu klicken (siehe unten).

====2.4 Konfiguration des Internetzugangs über [[http://de.wikipedia.org/wiki/Local_Area_Network LAN]] oder [[http://de.wikipedia.org/wiki/Wireless_Local_Area_Network WLAN]]====
Nach Klicken auf ##connect## öffnet sich das Fenster ##Internet Connection Wizard## und zur Einrichtung einer LAN- oder WLAN-Verbindung klickt man auf das Symbol hinter ##Internet by wired or wireless LAN:##; im Fenster danach wählt man den ##Network Wizard## (nicht ##Simple Network Setup##). Das Puppy-Systemsprogramm ##Network Wizard## erlaubt eine einfache Einrichtung des Internetzugangs, wenn Puppy einen geeigneten [[http://de.wikipedia.org/wiki/Ger%C3%A4tetreiber Treiber]] (Steuerprogramm) für die Hardware (LAN oder WLAN) bereitstellt. Man folgt den Anweisungen des Programms: Für eine WLAN-Verbindung klickt man auf ##wlan0## und ##Wireless##. Mit ##Scan## sucht man nach dem (vorher eingeschalteten) WLAN-Netz und wählt das richtige aus (##OK##). Dann trägt man die Daten des WLAN-Netzwerks ein und klickt auf ##Save## und ##Use This Profile##. Schließlich wird im Abschnitt ##Configure interface## dem Rechner eine [[http://de.wikipedia.org/wiki/IP-Adresse IP-Adresse]] zugewiesen. Meistens genügt es, auf ##Auto DHCP## zu klicken. Wenn es erfolgreich (SUCCESSFULL) war, wird mit ##Yes##, ##Done##, ##YES## und ##OK## die Sache beendet.
Falls Puppy keinen geeigneten Treiber findet oder die WLAN-Verbindung mit dem von Puppy installierten Treiber nicht richtig funktioniert, sollte ein Windows-Treiber des Herstellers der WLAN-Karte verwendet werden. Oft werden diese Treiber auf einer CD zusammen mit der WLAN-Karte ausgeliefert; andernfalls muss man im Internet danach suchen. Am besten geeignet sind Treiber, die für das [[http://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Windows_XP Betriebssystem Windows XP]] geschrieben wurden. Die CD mit dem XP-Treiber wird in ein Laufwerk des Rechners gelegt und [[http://de.wikipedia.org/wiki/Mounten "gemounted"]] (##mount## auf dem Desktop klicken, ##opical## wählen und mit ##MOUNT## das CD-Laufwerk mit der Treiber-CD einbinden. Dann wird im ##Network Wizard## auf ##Load module## geklickt und der Reiter ##Ndiswrapper## gewählt. Durch Klicken auf ##Use Ndiswrapper## und dann auf ##wlan0## bestätigt man, dass dies Hilfsprogramm für die Benutzung des XP-Treibers für WLAN benutzt werden soll. Dann wird der ursprünglich von Puppy vorgesehene Treiber ausgeladen, indem man auf ##Blacklist## klickt. Im nächsten Fenster soll die Treiberdatei gesucht werden. Zunächst klickt man auf ##File System##, dann (Doppelklick) auf ##mnt## und dann auf den Namen des (durch ##MOUNT##) bereits eingebundenen CD-Laufwerks (##sr0## oder ##sr1##). Nun befindet man sich im Verzeichnisbaum der Treiber-CD und muss darin (vielleicht in einem Verzeichnis ##Drivers##) die XP-Treiberdatei suchen, welche eine Endung ##.inf## oder ##.INF## hat. Wenn diese Datei markiert ist, bestätigt man die Treiberinstallation mit ##OK##s und ##Save##. Die weitere Einrichtung des WLAN-Zugangs erfolgt in gleicher Weise wie für Puppy-eigene Treiber (siehe oben) und danach kann die Treiber-CD durch ##UNMOUNT## aus dem Dateisystem entfernt werden.

====2.5 Herstellung einer erweiterten Puppy-System-CD====
Wenn man, wie unter 2.1 beschrieben, ein Puppy-System (zum Beispiel Puppy Linux 5.3) heruntergeladen und auf CD gespeichert hat, kann man mit jedem Booten von der CD ein lauffähiges Betriebssystem erhalten, das auch schon einen Browser (zum Beispiel SeaMonkey, Version 2.4.1) enthält. Aber nach jedem Booten muss man die besonderen Rechnereinstellungen (zum Beispiel deutsche Tastatur u.s.w.) neu vornehmen. Will man öfter ein Puppy-System von einer unveränderbaren CD oder DVD aus betreiben, so sollte man ein konfiguriertes und ergänztes Puppy-System auf einer einmal beschreibbaren CD (CD-R) oder DVD speichern. Bei Verwendung einer Standard-CD-R stehen 700 MB zur Verfügung, so dass man zusätzlich zum Puppy-System noch weitere Anwendungsprogramme oder eigene Daten speichern kann. Man könnte so vorgehen: (1) Laden des Original-Puppy-Systems, (2) Konfiguration des Rechners (Bildschirm, Tastatur, Zeitzone, WLAN, Druckertreiber), (3) Laden weiterer Anwendungsprogramme (zum Beispiel den Browser "Firefox Aurora"), (4) Speichern eigener Dateien, (5) Brennen des erweiterten Systems auf CD-R nach Klick auf "Remaster Puppy live-CD" im Setup-Menü.


=====3 Installation des Puppy-Betriebssystems=====

====3.1 Entscheidung über die Art der Installation====
Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Puppy-Betriebssystem auf einem Rechner zu installieren oder es ohne Installation (von einer CD aus) zu nutzen. Wer Puppy Linux ohne Installation ausprobieren möchte, sollte Puppy Linux von der Live-CD starten (siehe oben). Auf Rechnern, die das Booten (Starten des Betriebssystem) von externen Speichermedien (zum Beispiel [[http://de.wikipedia.org/wiki/USB-Massenspeicher USB-Stick]] oder [[http://de.wikipedia.org/wiki/Speicherkarte Speicherkarten]]) erlauben, kann Puppy auf diesen (statt auf einer Festplatte) installiert werden und ohne Festplatte benutzt werden. Damit werden andere Betriebssysteme auf der Festplatte nicht verändert. Falls der Rechner einen DVD-Brenner, (oder zumindest einen CD-Brenner) besitzt, kann Puppy Linux von einer beschreibbaren DVD (oder CD) betrieben werden und dort auch alle Anwenderdaten speichern. Hinweise zur Nutzung von Puppy auf USB, Speicherkarte, DVD (oder notfalls CD) finden sich auf der englischsprachigen Web-Seite http://puppylinux.org/main/How%20NOT%20to%20install%20Puppy.htm
Wer Puppy auf einer Festplatte neben einem bereits installierten anderen Betriebssystem (zum Beispiel Windows) installieren möchte, muss das vorhandene Dateisystem verändern, um Platz für Puppy Linux zu schaffen. Die dafür benötigten Partitionierungs-programme sind auf der Live-CD vorhanden. Englischsprachige Hinweise zu dem schwierigen Verfahren (mit dem Risiko eines Datenverlusts beim bereits installierten Betriebssystem) finden sich auf der englischsprachigen Web-Seite http://puppylinux.org/wikka/UsingPuppy
Für die Installation von Puppy auf der Festplatte oder einem anderen Dauerspeichermedium gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: FULL oder FRUGAL.
Wenn der Rechner mindestens 64 MB, aber weniger als 256 MB Arbeitsspeicher hat, sollte Puppy auf dem Dauerspeichermedium (in der Regel der Festplatte) in ähnlicher Weise installiert werden, wie das bei anderen (Linux- oder Windows-) Betriebssystemen der Fall ist. (Ältere Puppy-Versionen brauchen noch weniger Arbeitsspeicher.) Diese Installationsart heißt FULL. Der Vorteil einer FULL-Installation liegt im sehr geringen Arbeitsspeicherbedarf. Zur Ergänzung des Arbeitsspeichers kann eine sogenannte swap-Partition (ein für diesen Zweck reservierter Bereich auf dem Dauerspeichermedium) eingerichtet werden; allerdings arbeitet der Rechner dann langsamer.
Hat der Rechner 256 MB Arbeitsspeicher oder mehr (und das ist heutzutage wohl die Regel), sollte Puppy in einer kompakten Form (so wie auf der Live-CD) auf dem Dauerspeichermedium (Festplatte, USB-Stick, Speicherkarte oder DVD) gespeichert werden. Diese Installationsart heißt FRUGAL. Nach dem Einschalten des Rechners wird der Hauptteil des Betriebssystems (in wenige Teile zerlegt) in den Arbeitsspeicher übertragen und belegt dort ständig rund 100 MB. Systemteile, die bereits im Arbeitsspeicher sind, müssen nicht mehr bei Bedarf vom Dauerspeichermedium (zum Beispiel der Festplatte) geladen werden. Der Vorteil einer FRUGAL-Installation liegt also in der höheren Geschwindigkeit.

====3.2 optional: Festplatteninhalt für immer löschen====
Wer ganz sicher ist, dass er den Inhalt der Festplatte vollständig und unumkehrbar löschen möchte, einschließlich Betriebssystem und aller Daten, kann die gesamte Festplatte mit Nullen überschreiben, während ein Linux-Betribssystem (zum Beispiel Puppy Live-CD oder Knoppix) auf dem Rechner läuft. Man öffnet ein Kommandozeilen-Fenster (auch Terminal oder Konsole genannt), bei Puppy zum Beispiel durch Doppelklick auf ##console## im Desktop. Zunächst braucht man den Namen der Festplatte; er ist entweder ##hda## oder ##sda##. Nach Eingabe von
##fdisk -l /dev/hda##
(mit l wie in lallen) bekommt man, wenn eine Festplatte mit Namen ##hda## existiert, als Antwort Angaben zur Datenstruktur der Festplatte; ansonsten keine Antwort. Zur Kontrolle gibt man auch noch
##fdisk -l /dev/sda##
ein und wenn eine Festplatte mit Namen ##sda## existiert, erhält man wiederum Angaben zur Datenstruktur der Festplatte. Die Angaben selbst interessieren hier nicht, aber man weiss nun, wie die Festplatte heißt. Wenn die Festplatte mit ##sda## bezeichnet wird , schreibt man - vorausgesetzt man will das wirklich -
##dd if=/dev/zero of=/dev/sda bs=10240 conv=noerror##
und wenn die Festplatte ##hda## heißt, ersetzt man in vorgenanntem Befehl ##sda## durch ##hda##. Eine Erläuterung des Befehls findet man bei [[http://linuxwiki.de/dd LinuxWiki.org]]. Dann werden, langsam (im Verlauf mehrerer Stunden) alle Daten auf der Festplatte gelöscht, vollständig und für immer. Während des Löschens gibt es keine Meldungen über den Fortschritt des Löschvorgangs. Erst wenn dieser abgeschlossen ist, erhält man eine Meldung über die Größe des gelöschten Speichers. Falls man wissen will, wie lange der Löschvorgang dauerte, verwendet man folgende Befehlszeile:
##time dd if=/dev/zero of=/dev/sda bs=10240 conv=noerror##
Das Löschen der Festplatte ist für die Installation des Puppy Betriebssystems nicht notwendig, erzeugt aber einen leeren, unformatierten (und mit Sicherheit von Schadsoftware freien) Festplattenspeicher.

====3.3 Partitionierung einer leeren Festplatte====

===3.3.1 Einfach nur Puppy===
Im Falle einer leeren, unformatierten Festplatte (siehe 3.2) muss durch Klick auf ##Gparted## ein Partitionierungsprogramm gestartet werden. Wir gehen hier davon aus, dass Puppy Linux als einziges Betriebssystem installiert werden soll.
Im der Menüleiste des GParted-Fensters wird unter ##Device## auf ##Create Partition Table## geklickt und dann mit ##Apply## die Vorauswahl (##MS-DOS partition table##) bestätigt. In der Menüleiste wird durch Klick auf ##Partition## und ##New## ein Fenster ##Create new Partition## geöffnet. Zunächst wird eine sogenannte Root-Partition erzeugt, welche (am einfachsten) die gesamte Festplatte, abzüglich 500 MB für die sogenannte Swap-Partition, umfasst.
Free space preceding: (der kleinstmögliche Wert: ##0 M B## oder ##1 M B##)
New size: (wird automatisch bestimmt)
Free space following: ##500 M B##
Create as: ##Primary Partition##
File system: ##ext3##
Label: ##/##
(In alten Versionen von GParted: ##Round to cylinders## bleibt angewählt.)
Dies wird durch Klick auf Add bestätigt. Dann wird mit der rechten Maustaste auf die Zeile, die mit unallocated beginnt, geklickt und dann mit New die Swap-Partition erzeugt. Folgendes wird eingetragen:
Free space preceding: ##0 M B##
New size: (das maximal noch Mögliche)
Free space following: ##0 M B##
Create as: ##Primary Partition##
File system: ##linux-swap##
Label: (kein Label)
(In alten Versionen von GParted: ##Round to cylinders## bleibt angewählt.)
Dies wird durch Klick auf Add bestätigt. Rundungsfehler sind unerheblich. Die Partitionierung wird durch Wahl von ##Edit## in der Menüleiste und ##Apply All Operations##, bestätigt mit ##Apply##, ausgeführt. Das Fenster mit der Erfolgsmeldung ##All operations successfully completed## wird durch Klick auf ##Close## geschlossen, und dann wird die Zeile mit der Root-Partition nochmal mit der rechten Maustaste geöffnet und das ##boot-Flag## gesetzt. Danach wird das GParted-Fenster geschlossen (indem man unter ##GParted## (in der Menüleiste) auf ##Quit## klickt).

===3.3.2 Mehr ist möglich===
Bei den meisten Linux-Installationen wird eine kleinere Root-Partition eingerichtet und daneben weitere Partitionen mit besonderen Aufgaben. Dies ist oft sinnvoll, aber nicht notwendig und würde eine längere Betrachtung erfordern. Weiterhin kann man die Leistung des Rechners noch verbessern, wenn man die bestmögliche Größe der Swap-Partition s (auf der Grundlage von Arbeitsspeichergröße a, Festplattenzugriffs-geschwindigkeit und dem Speicherbedarf der Anwendungen) genau berechnet. Meistens wird s / a zwischen 1 und 2 angesetzt, aber mit s ≤ 1 GB begrenzt. Näheres zu Dateisystemen (oben wurde ##ext3## für die Root-Partition vorgeschlagen) und zu den erweiterten Partitionierungsmöglichkeiten findet man auf zahlreichen Web-Seiten.

====3.4 Kopieren der Systemdateien====
Die Installation des Puppy-Betriebssystems auf eine Festplatte oder einen anderen Datenträger, zum Beispiel einen USB-Stick, geschieht durch das Programm "Universal Installer", das (auf dem Desktop) durch Klick auf ##install## gestartet wird.
Für eine FRUGAL-Installation werden folgende drei Dateien von der CD mit dem [[http://de.wikipedia.org/wiki/ISO-Abbild ISO-Abbild]] (zum Beispiel der Datei slacko-5.3-MAIN.iso) auf den Datenträger kopiert:
##vmlinuz## mit dem "Linux-Kernel", also den wichtigsten Systemprogrammen, die von allen Linux-Systemen gebraucht werden,
##puppy_slacko_5.3.sfs## mit allen weiteren Systemprogrammen der aktuellen Puppy Linuxversion (hier: 5.3),
##initrd.gz## als Datenspeicher (mit Dateisystem), während das System nach dem Start eingerichtet wird: [[http://de.wikipedia.org/wiki/RAM-Disk RAM-Disk]].
Wenn für besondere Geräte zusätzliche Systemprogramme (zum Beispiel [[http://de.wikipedia.org/wiki/Ger%C3%A4tetreiber Gerätetreiber]]) benötigt werden, die nicht zu Puppy Linux gehören und daher nicht in den Dateien vmlinuz und puppy_slacko_5.3.sfs enthalten sind, werden diese in einer zusätzlichen Systemdatei (zum Beispiel namens ##zl525332.sfs##) zusammengefasst.

====3.5 GRUB Konfigurationsdatei einrichten====
Das Bootloader-Programm GRUB läd nach dem Einschalten des Rechners das Betriebssystem in den Arbeitsspeicher. Zur Einrichtung von Grub klickt man im ##menu## unter ##System## auf ##Grub Legacy bootloader config##. Dort wählt man ##simple## und ##standard##, sowie den Namen der Festplatte, von der "gebootet" werden soll, zum Beispiel
##/dev/sda1##
Bei der Auswahl "SELECT GRUB DESTINATION" wählen wir
##MBR##
Anweisungen für den Bootloader GRUB werden in einer Konfigurationsdatei aufge­schrieben, welche ##menu.lst## heißt; "lst" steht für list = Liste. Die Datei ##menu.lst## befindet sich im Unterverzeichnis ##grub## des Verzeichnisses ##boot## auf der Festplatte (sda1). Durch Klicken auf das Symbol ##sda1## (oder den jeweiligen Namen der Festplatte) wird der Festplatten-Ordner geöffnet, danach klickt man der Reihe nach auf die Ordnernamen ##boot## und ##grub##. Dann öffnet man die Datei ##menu.lst## mit dem Texteditor ##Geany##. Der alte Textinhalt der Datei wird vollständig gelöscht.
GRUB kann verschiedene Betriebssysteme booten, die in der Konfigurationsdatei mittels des Schlüsselworts ##title## beliebig benannt werden können, zum Beispiel mit der Titelzeile ##title Puppy Linux##, wobei man statt "Puppy Linux" auch einen anderen Namen wählen kann. Dieser Name wird beim Booten dem Benutzer in einem Auswahlmenü gezeigt. Nach der Titelzeile folgen mehrere Zeilen, die das Booten des Betriebssystems steuern.
Vor der ersten Titelzeile stehen Angaben zum Erscheinungsbild des beim Booten gezeigten Menüs und zum Beginn des Boot-Vorgangs.
Um Puppy, aber kein anderes Betriebssystem, von der ersten Partition der ersten Fest­platte vom IDE-Typ zu booten, könnte man folgende Konfigurationsdatei ##menu.lst## mit einem Texteditor (zum Beispiel ##Geany##) schreiben:
##timeout 5##
##default 0##
##title Puppy Linux 5.3 frugal in sda1 dir slacko5.3frugal##
##rootnoverify (hd0,0)##
##kernel /slacko5.3frugal/vmlinuz pmedia=atahd psubdir=slacko5.3frugal##
##initrd /slacko5.3frugal/initrd.gz##
Erklärung:
Mit der Zeile ##timeout 5## bestimmt man die Zeit, hier: 5 Sekunden, nach der der Bootvorgang eingeleitet wird, wenn der Benutzer keine aktive (mit der Eingabetaste abgeschlossene) Wahl im Auswahlmenü trifft. Wenn man statt "5" die Zeit "0" bestimmt, beginnt der Boot-Vorgang sofort, also ohne eine Benutzereingabe abzuwarten.
Die Zeile ##default 0## bestimmt, dass das erste nachfolgend genannte Betriebssystem geladen wird, wenn der Benutzer keine aktive Wahl im Auswahlmenü trifft. Zu beachten ist, dass Zahlenfolgen bei GRUB mit 0 beginnen. Entsprechend würde ##default 1## das als zweites genannte Betriebssystem booten, sofern ein entsprechender Titel und Steuer­zeilen dafür folgen.
Die Anweisung ##rootnoverify## legt die Root-Partition fest, ohne die Partition zu mounten. (Stattdessen würde ##root## die Root-Partition festlegen und sie auch mounten.) ##hd(0,0)## bezeichnet auf der ersten Festplatte (erste ##0##) die erste Partition (zweite ##0##), da GRUB mit 0 anfängt zu zählen.
Die mit ##kernel## beginnende Zeile gibt an, wo sich der wichtigste Teil des Betriebssystems (der Kern des Kernels) befindet und die mit ##initrd## beginnende Zeile gibt an, wo sich für die spezielle Hardware des Rechners wichtige zusätzliche Betriebssystemteile befinden.


=====4 Mitgelieferte Programme=====

====4.1 System-Programme====
Der Linux-Kernel, also das Bündel der wichtigsten Systemprogramme, liegt bei Puppy Linux 5.3.1 in Version 2.6.37.6 vor. Das [[http://de.wikipedia.org/wiki/Dateisystem Dateisystem]] wird von den Systemprogrammen [[http://en.wikipedia.org/wiki/E2fsprogs e2fsprogs]] (für ext2-, ext3- und ext4-Dateisysteme; Version 1.41.14 in Puppy Linux, Version 5.2.5) und Syslinux (für FAT-Dateisysteme; Version 4.03 in Puppy Linux, Version 5.2.5) angelegt und verwaltet. Für die grafische Benutzeroberfläche wird das X Window System und Joe's Window Manager (Version 2.0.1, revision 500 in Puppy Linux, Version 5.2.5) verwendet. Mit Klick auf ##file## (auf dem Desktop) wird der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Dateimanager Dateimanager]] [[http://wiki.ubuntuusers.de/Rox-Filer Rox-Filer]] (Version 2.10 in Puppy Linux 5.3) geöffnet. Durch Klicken auf den nach oben zeigenden grünen Pfeil gelangt man in das nächsthöhere Verzeichnis. Das oberste Verzeichnis ist ##/## . In der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kommandozeile Konsole]] (Befehlsfenster für Textbefehle) dient in Puppy Linux, Version 5.2.5 als [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kommandozeileninterpreter Kommandozeileninterpreter]] ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Unix-Shell Shell]]) die Bourne-again shell (bash), Version 4.1.0.

====4.2 Büroanwendungen====
Ein Klick auf ##edit## (auf dem Desktop) öffnet den Text-Editor ##Geany## (Version: lite 0.20 in Puppy Linux 5.3). Mit Klick auf ##write## (auf dem Desktop) wird das Textverarbeitungsprogramm [[http://www.abisource.com/ abiword]] (Version: 2.9.1 in Puppy Linux, Version 5.3) geöffnet. Mit Klick auf ##calc## (auf dem Desktop) wird [[http://projects.gnome.org/gnumeric/ Gnumeric]] (Version 1.10.17 in Puppy Linux 5.3), ein Programm zur Tabellenkalkulation, geöffnet. Ein Klick auf ##plan## öffnet das Kalenderprogramm (personal organizer) Osmo (Version 0.2.10 in Puppy Linux 5.3).

====4.3 Audio-, Video- und Grafik-Software====
Audio- und Videodateien werden vom Programm [[http://de.wikipedia.org/wiki/MPlayer GNOME MPlayer]] wiedergegeben (Version 1.04 in Puppy Linux, Version 5.3). Zum Beschreiben (Brennen) von CDs und DVDs dient das Programm Pburn, siehe die Webseite [[http://puppylinux.org/wikka/Pburn http://puppylinux.org/wikka/Pburn]]. Mit Klick auf ##paint## (auf dem Desktop) wird das Malprogramm [[http://mtpaint.sourceforge.net/ mtPaint]] (Version: 3.4 in Puppy Linux 5.3) geöffnet und entspechend öffnet ##draw## das Vektorgrafikprogramm [[http://inkscape.org/?lang=de Inkscape]] (Version: lite 0.36-pre0 in Puppy Linux 5.3).

====4.4 Internet - Kommunikation====
Mit Klick auf ##browse## (auf dem Desktop) wird ein Browser geöffnet. Nach der Installation steht [[http://www.twotoasts.de/index.php?/pages/midori_zusammenfassung.html Midori]] (Version: 0.2.2, gekürzt) mit eingeschränkter Funktionalität zur Verfügung. Ein voll funktionsfähiger Browser kann einfach nachinstalliert werden (siehe unten). Mit Klick auf ##email## (auf dem Desktop) wird das E-Mail-Programm [[http://sylpheed.sraoss.jp/en/ Sylpheed]] (Version: 2.7.1) geöffnet und mit ##chat## wird das Instant-Messaging-Programm [[http://ayttm.sourceforge.net/ Ayttm]] geöffnet.


=====5 Verschiedene Ergänzungen=====

====5.1 Browser (zum Beispiel Firefox) hinzufügen====
Mit Klick auf ##quickpet## (auf dem Desktop) wird ein Programm zur einfachen Installation einiger Anwendungsprogramme gestartet und unter dem Reiter ##Internet Pets## findet man verschiedene Browser. Wenn man auf das Symbol nach ##Firefox ... ## klickt, wird der Firefox-Browser (Version 7.0.1 in Puppy Linux 5.3) heruntergeladen und danach, wenn man dies mit ##OK## bestätigt, installiert.

====5.2 Sprachunterstützung hinzufügen====
Auf dem Desktop kann man auf ##install## klicken und dann auf ##run the Puppy Package Manager##, um - wenn gewünscht - viele deutsche Übersetzungen in das ursprünglich englischsprachige Puppy-System einzufügen, indem man das "Package" für Deutsch (Version ##lang_pack_de-0.7-w5## in Puppy Linux 5.3.1) mit wenigen Klicks installiert.

====5.3 LibreOffice hinzufügen====
Auf der Internetseite [[http://puppylinux.org/wikka/libreoffice PuppyLinux : LibreOffice]] wird die freie Bürosoftware LibreOffice (Version 3.4.2 in Puppy Linux 5.3) mit Ergänzungen für verschiedene Sprachen (LanguageTool), unter anderen: Deutsch, angeboten und Hinweise zum (beträchtlichen) Speicherbedarf gegeben.

====5.4 C-Compiler hinzufügen====
Um den den bei Linux-Betriebssystemen üblichen GNU-C/Cpp-Compiler zu bekommen, klickt man auf ##slickpet## (das hieß früher "quickpet2), dann auf ##Sfs Get## (SFS steht für Squash File System, ein Puppy-spezifisches Dateiformat) und dann das oberste, große Auswahlfeld um die Datei ##devx_slacko_5.3.sfs## herunterzuladen. Sie wird automatisch installiert und solte danach auf der Festplatte zu finden sein.

====5.5 Zeichensätze hinzufügen====
[[http://de.wikipedia.org/wiki/Font_%28Informationstechnologie%29 Fonts]] dienen der Darstellung von Schriftzeichen und da nach der ersten Installation von Puppy Linux relativ wenige Fonts zur Verfügung stehen, werden Texte oft nicht in der gewünschten Art dargestellt. Daher sollte man weitere, frei verfügbare Fonts hinzufügen. Wenn man auf dem Desktop auf ##install## klickt und dann auf ##run the Puppy Package Manager##, kann man die Schriftarten [[http://de.wikipedia.org/wiki/DejaVu DejaVu]] (##dejavu_fonts...##) und [[http://de.wikipedia.org/wiki/Liberation_%28Schriftart%29 Liberation]] (##Liberations_fonts...##) herunterladen und installieren.
Microsoft's [[http://de.wikipedia.org/wiki/Core_fonts_for_the_Web Core fonts for the Web]] (Microsoft's truetype core fonts) können im Internet gefunden werden und [[http://www.microsoft.com/typography/fontpack/eula.htm - unter gewissen Lizenzbedingungen -]] heruntergeladen und in das Verzeichnis (Ordner) ##/usr/share/fonts/default/TTF## verschoben werden. So können unter anderem die Zeichensätze "Arial", "Comic Sans MS", "Times New Roman" und "Verdana" dargestellt werden.
Da zum Beispiel chinesische Schriftzeichen von den mitgelieferten Zeichensätzen nicht richtig angezeigt werden, muss für diesen Zweck ein weiterer Zeichensatz hinzugefügt werden. Das Projekt "[[http://en.wikipedia.org/wiki/WenQuanYi WenQuanYi]]" bietet unter der [[http://de.wikipedia.org/wiki/GNU_General_Public_License GPL-Lizenz]] chinesische Schriftsätze an, die auch in chinesischen Puppy-Versionen verwendet werden. Als stolzer Besitzer eines Microsoft-Betiebssystems kann man eventuell "ARIALUNI.TTF" benutzen. Falls die Datei in gepackter Form vorliegt ("arialuni.zip"), musss sie erst entpackt werden (was nach Mausklick auf die gepackte Datei vom Betriebssystem vorgeschlagen wird). Nachdem man die Datei in das Verzeichnis (Ordner) ##/usr/share/fonts/default/TTF## verschoben hat, kann man (zum Beispiel im Browser), chinesische Zeichen darstellen.

====5.6 Firewall starten====
Die Firewall wird durch Klick auf das entsprechende Symbol in der Taskleiste (am unteren Bildschirmrand) eingerichtet. In der Regel genügt eine automatische Einrichtung. Einstellungen der Firewall können später in der Datei rc.firewall (im Ordner /etc/rc.d) mit Hilfe eines Texteditors (Geany) verändert werden. Hinweise dazu sind in der Datei zu finden.

====5.7 Drucker anschließen====
Der Drucker wird mit dem Rechner verbunden und eingeschaltet. Das Drucksystem CUPS erreicht man im Browser (zum Beispiel "Firefox Aurora"), indem man die Adresse
##localhost:631/admin/##
aufruft. Es erscheint die CUPS-Verwaltungsseite, wo man auf ##Add Printer## klickt. Neben "Local Printers:" sollte dann der Drucker aufgelistet sein, zum Beispiel "ML-1510_700 (Samsung ML-1510_700)". Man klickt auf das entsprechende Feld und dann auf ##Continue##. Auf der folgenden Seite kann man hinter "Location" einen verständlichen Namen für den Aufstellungsort des Druckers eintragen, zum Beispiel "Kohlenkeller", und klickt dann wieder auf ##Continue##. Auf der folgenden Seite wird eine Liste mit Druckertreibern angeboten, auf der auch der passende zu finden ist, wenn man Glück hat. Wer kein Glück hat, sondern zum Beispiel einen Samsung ML-1410 Drucker, auch "ML-1510_700 (Samsung ML-1510_700)" genannt, kann die passende Treiber-Datei hoffentlich auf der Web-Seite der [[http://www.linuxfoundation.org/collaborate/workgroups/openprinting/databasecupsdocumentation Linux-Foundation]] finden und herunterladen. Im Beispiel des ML-1410 Druckers heißt der Treiber "Samsung-ML-1410-gdi.ppd". Nachdem diese Treiber-Datei auf dem Rechner gespeichet wurde, kann man den Dateinamen, einschliesslich Pfad zum Verzeichnis, nach "Or Provide a PPD File:" eintragen. Man klickt hierfür auf ##Browse...## und klickst sich dann durch die Verzeichnisse, bis man die gespeicherte Datei gefunden hat. Danach noch auf ##Add Printer## klicken und man landet auf einer Seite, auf der man Voreinstellungen für den Drucker setzen kann. Nach "Page Size:" sollte man ##A4## auswählen, wenn man in der Regel auf A4-Papier drucken will. Nach Klick auf ##Set Default Options## geht es weiter. Im letzten Fenster wählt man unter "Maintenance" die Option "Print Test Page" und schon wird die erste Seite gedruckt. Der Browser kann geschlossen werden. Fertig!


=====6 Arbeiten mit der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kommandozeile Kommandozeile (Konsole)]] =====

====6.1 Navigation im Verzeichnisbaum====
In Linux-Betriebssystemen befinden sich die Dateien sind in Verzeichnissen (Ordnern), die wiederum in übergeordneten Verzeichnissen enthalten sind. Man nennt diese Anordnung ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Dateisystem Dateisystem]]) eine hierachische Struktur oder mathematisch gesprochen: Baum. Es ist aber ein umgekehrter [[http://de.wikipedia.org/wiki/Baum_%28Graphentheorie%29 Baum]], denn die Wurzel (Root) steht in der Anordnung ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Monohierarchie Hierachie]]) ganz oben. Hier einige Befehle, um mit der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Verzeichnisstruktur Verzeichnisstruktur]] zu arbeiten:
- ##pwd## gibt den Namen des aktuellen Verzeichnisses am Bildschirm aus
- ##ls## zeigt eine einfache Liste der Dateien im aktuellen Verzeichnis
- ##ls -al## zeigt eine ausführliche Liste einschließlich der versteckten Dateien
- ##cd uv## wechselt in das Unterverzeichnis ##uv## des aktuellen Verzeichnisses
- ##cd ..## wechselt in das Verzeichnis, das über dem aktuellen Vezeichnis liegt
- ##cd /## wechselt in das Wurzelverzeichnis (Root), also in die höchste Ebene
um Verzeichnisse zu erzeugen, anders zu nennen, zu verschieben oder zu löschen:
- ##mkdir u## erzeugt ein Verzeichnis ##u## innerhalb des aktuellen Verzeichnisses
- ##cp -r ./u ./v## erzeugt eine Kopie von Verzeichnis ##u## (samt Inhalt) mit dem Namen ##v##
- ##mv v/ w/## ändert den Namen von Verzeichnis ##v## in ##w##
- ##mv ./w/ ./u/## verschiebt das Verzeichnis ##w## in das bereits vorhandene Verzeichnis ##u##
- ##rm -r u/## löscht ##u## mit allen darin enthaltenen Verzeichnissen und Dateien
Der Schrägstrich ##/## allein bedeutet Wurzelverzeichnis (Root), ##./## steht für das aktuelle Verzeichnis und ##../## steht für das übergeordnete (nächsthöhere) Verzeichnis.

====6.2 Sichere Datenübertragung mit [[http://de.wikipedia.org/wiki/Secure_Copy SCP]]====
scp dient zur sicheren Übertragung einer einzelnen Datei. Um zum Beispiel die Datei x.pdf vom eigenen Linuxrechner in das Verzeichnis /fhj/mt/jones des Nutzers jones auf den Server y hochzuladen, schreibt man:
##scp x.pdf jones@y:/fhj/mt/jones##
Dann wird das Passwort abgefragt und, nachdem dieses eingegeben wurde, wird die Datei hochgeladen und die Verbindung automatisch beendet. Um die Datei x.pdf vom Server y zu holen, schreibt man entsprechend:
##scp jones@y:/fhj/mt/jones/x.pdf##
Mit der Option –r (recursively) kann man auch Verzeichnisse übertragen. Um zum Beispiel den Ordner /home/tom des Nutzers jones auf den Server y hochzuladen, schreibt man:
##scp -r /home/tom jones@y:/fhj/mt/jones/##

====6.3 Weitere Befehle für die [[http://de.wikipedia.org/wiki/Bourne-again_shell Bourne-again shell (bash)]]====
- ##date## zeigt Datum und Uhrzeit (gemäß der internen Uhr des Rechners)
- ##df -m## zeigt den freien und belegten Speicherplatz auf den Festplatten
- ##free## zeigt freien und belegten Speicherplatz im Arbeitsspeicher (Mem)
- ##more dat## zeigt den Inhalt der Datei dat seitenweise an (ähnlich: cat, less)
- ##rm -i dat## löscht, wenn man dazu berechtigt ist, Datei oder Verzeichnis dat
- ##gzip -v dat## komprimiert die einzelne Datei dat in Datei dat.gz (neuer ist bzip2)
- ##gzip -d dat.gz## dekomprimiert eine einzelne Datei dat.gz in Datei dat (= gunzip)
- ##./prog## startet das im aktuellen Verzeichnis gespeicherte Programm prog
- ##grep -w qms d.txt## sucht das Wort qms (-w: vor und nachher eine Lücke) in Datei d.txt
- ##grep -i qms ord/*## sucht Zeichenfolge qms (-i: groß oder kleingeschrieben) im Ordner ord
- ##make## führt, in besonderer Datei makefile gespeicherte, Anweisungen aus
- ##time## zeigt die Ausführungsdauer für den folgenden Befehl an (siehe 3.2)

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